Der Malerweg – Wandern auf 8 Etappen mit Geschichte

Der Malerweg ist ein Weg mit einer weltweit einzigartigen Geschichte und zieht jedes Jahr tausende Menschen in den Bann der alten Meister aus der Romantik.

Unweit von Dresden beeindruckten die tiefen, dunklen Felsschluchten, die dichten Wälder und die bizarren Sandsteinformationen Künstler aus der ganzen Welt und inspirierten sie, zu einigen Meisterwerken. Die Bezeichnung des Weges kommt demnach nicht von Ungefähr –  bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts erkundeten bekannte Maler wie Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Johann Christian Dahl, Adrian Zingg oder Ludwig Richter auf diesen verschlungenen Pfade diesen Teil vom Elbsandsteingebirge.

In diesem Zusammenhang finden Sie bei der Beschreibung der einzelnen Etappen auch immer wieder Hinweise, auf die Kunstwerke einiger Maler.

Unterkünfte entlang des Wanderweges

Entlang des Malerweges durchqueren wir immer wieder kleinere Ortschaften und Städte, die alle möglichen Unterkünfte von der Ferienwohnung bis zum Hotel bereithalten. Zu den größeren Ortschaften zählen:

Außerhalb der Schulferien finden Sie in den meisten Orten auch spontan eine günstige Unterkunft. Dagegen sollten Sie in den Sommermonaten, insbesondere während der Ferien, frühzeitig reservieren, um nicht lange suchen zu müssen.

Die Malerweg Etappen im Überblick

Auf einer Gesamtlänge von 112 km verläuft der Rundwanderweg entlang der schönsten Ecken der Sächsischen Schweiz. Auf der gesamten Wanderroute können wir eine Vielzahl außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten entdecken. Dazu gehören beispielsweise:

  • der Uttewalder Grund,
  • die Bastei mit der Basteibrücke weit über dem Amselsee,
  • die Burg Hohnstein,
  • den Brand,
  • die Schrammsteine und die Affensteine,
  • den Lichtenhainer Wasserfall,
  • die Neumannmühle im Kirnitzschtal,
  • den Großen Winterberg,
  • die Kaiserkrone bei Schöna,
  • den Papststein,
  • die Festung Königstein.

Die Wanderroute ist in 8 Etappen unterteilt. Die einzelnen Abschnitte werden als mittelschwer bis anspruchsvoll eingestuft. Das heißt, wenn wir sich auf die Spuren der Künstler begeben, sollten wir eine gewisse grundlegende Kondition mitbringen.

Jede der 8 Malerweg Etappen ist zwischen 11 und 19 km lang. Entlang vom Malerweg finden wir immer wieder ein geschwungenes „M“ auf einem weißen Schild als Symbol, dass wir uns noch auf dem richtigen weg befinden.

Die Etappen des Malerweges werden offiziell folgendermaßen gegliedert:

  1. Vom Liebethaler Grund bis Stadt Wehlen (ca. 11,5 km),
  2. Von Wehlen nach Hohnstein (ca. 11 km),
  3. Von der Burgstadt nach Altendorf (ca. 15 km),
  4. Von Altendorf bis zur Neumannmühle (ca. 19 km),
  5. Von der Neumannmühle nach Schmilka (ca. 14 km),
  6. Von Schmilka nach Gohrisch (ca. 16 km),
  7. Vom Kurort Gohrisch nach Weißig (ca. 17 km),
  8. Von Weißig nach Pirna (ca. 14 km).

In den folgenden Beschreibungen aller Malerweg Etappen finden Sie jeweils eine Karte inklusive dem Höhenprofil. Darüber hinaus können Sie jede Etappe für Ihr GPS-Gerät kostenfrei als .gpx herunterladen.

Der Malerweg ist einer der schönster Wanderwege in Sachsen und ganz Deutschland. Von Pirna beginnend wandern wir unter anderem auf die Basteibrücke, besteigen den Großen Winterberg und genießen die Aussicht von der Festung Königstein (ein Klick auf die jeweilige Etappe bringt Sie zur Beschreibung)

1. Etappe – von Liebethaler Grund bis Stadt Wehlen

Der Start vom Malerweg ist in Pirna-Liebethal, genauer gesagt am Eingang zum Liebethaler Grund. Zunächst wandern wir gemütlich entlang der Wesenitz.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir das bekannte Richard-Wagner-Denkmal. Das Denkmal wurde 1933 von dem Bildhauer Richard Guhr geschaffen und misst stattliche 12,5 m in der Höhe.

Nachdem wir das Denkmal passiert haben, geht es weiter an der Wesenitz entlang zur Daubenmühle.

Danach erreichen wir bald den sogenannten „Koordinatenstein„. Dieser markiert den Schnittpunkt vom 51. Breitengrad mit dem 14. Längengrad – das heißt, die Koordinaten sind 51° N 14° O.

Anschließend folgen wir dem Querweg an Lohmen vorbei auf den Brückwaldweg zum Schleifgrund. Dort erreichen wir ein erstes Highlight vom Malerweg – den Uttewalder Grund mit dem Uttewalder Felsentor. Etwa im Jahre 1801 wurde das Uttewalder Felsentor vom Maler Caspar David Friedrich als Sepia gezeichnet.

Nachdem wir abgeduckt das Uttewalder Felsentor durchquert haben. führt uns der Weg noch etwa. 2 km bis Stadt Wehlen, dem Ziel der ersten Etappe vom Malerweg.

Karte von Etappe 1 von 8 Malerweg Etappen.
Die erste Etappe des Malerweges beginnt in Liebethal und verläuft durch das erste Highlight der Wanderung – den Uttewalder Grund. Ihr Tagesziel ist der Marktplatz in Wehlen. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 1 des Malerweges.
Auf der ersten Malerweg Etappe können Sie sich noch entspannen und die Landschaft in vollen Zügen genießen.

2. Etappe – Über die Basteibrücke bis nach Hohnstein

Von Stadt Wehlen starten wir einige hundert Meter elbaufwärts und gehen dann den Schwarzbergweg hinauf. Dort erreichen wir bald den „Steinernen Tisch„. Der Steinerne Tisch wurde im Namen des Kurfürsten August des Starken errichtet.

Weiter entlang des Wanderweges erreichen wir schon nach kurzer Zeit ein weiteres Highlight auf der Wanderoute – die Basteibrücke. Die Bastei und die zugehörige Basteibrücke gehören nicht umsonst zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im gesamten Elbsandsteingebirge.

Von der Brücke, hoch über Rathen und dem Amselsee können wir einen fantastischen Ausblick in die gesamte Sächsische Schweiz genießen. Im Jahre 1826 wurde „Die hölzerne Basteibrücke“ von Christian Gottlieb Hammer in einem Gemälde verewigt. Caspar David Friedrich malte etwa 1822 das Neurathener Felsentor als Öl auf Leinwand. Heute ist der Fels als Steinschleuder bekannt.

Am östlichen Ende der Basteibrücke schließt die um 1250 entstandene Felsenburg Neurathen an. Die Felsenburg ist außerdem ein Freilichtmuseum, dessen Eintritt von etwa 2€ (2017) gut investiert sind.

Von der Basteibrücke und der Felsenburg gehen wir nun die steilen Stufen vom Basteiweg hinab in Richtung der Felsenbühne Rathen. Wenn uns bereits der Hunger überkommt, könnten wir uns in einem der vielen Restaurants im Kurort Rathen stärken – müssten dann aber wieder zurück in den Amselgrund laufen.

Vom Amselgrund und der Felsenbühne Rathen geht es dann vorbei Amselsee und dem Amselfall bis nach Rathewalde.

Im Anschluss führt uns der Malerweg über weite Felder zum Hockstein, von dem wir einen tollen Blick über das Polenztal genießen können.

Danach wandern wir durch die Wolfsschlucht hinunter in das Polenztal auf das Tagesziel der 2. Etappe zu – die Burgstadt Hohnstein.

Die Karte von Etappe 2 von 8 Malerweg Etappen.
Auf der zweiten Etappe vom Malerweg wandern Sie zunächst auf die Bastei, vorbei an der Basteibrücke und danach über den Kurort Rathen nach Hohnstein. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 2 des Malerweges.
Die 2. Etappe hat es in sich! Unmittelbar nach Wehlen folgt der steile Aufstieg in Richtung der Bastei, danach geht es wieder bergab zum Amselsee nach Rathen um anschließend wieder nach Rathewalde aufzusteigen.

3. Etappe – Auf den Brand und nach Altendorf

Der Start der dritten Etappe vom Malerweg ist in Hohnstein. Von Hohnstein steigen wir hinab in den sogenannten Bärengarten – keine Angst, der Name ist nicht Programm.

Bereits nach ca. einem Kilometer erreichen wir die bekannte Gautschgrotte. Von Zeit zu Zeit sind hier im Winter spektakuläre Eisformationen entdecken, an denen sogar Wagemutige ihr Können im Eisklettern testen – aber pssst.

Im Anschluss wandern wir weiter zum Highlight dieser Wanderung – der Brand-Aussicht. Die Brand-Aussicht wird auch als „Balkon der Sächsischen Schweiz“ bezeichnet und von hier können wir einen fantastischen Ausblick in das Polenztal und auf die Schrammsteine werfen.

Bereits 1820 genoss Ludwig Richter die Brandaussicht und hielt seine Eindrücke in einem Gemälde fest.

Vom Brand steigen wir insgesamt 850 Stufen hinab in den Tiefen Grund. Wie wir an dem Höhenprofil erkennen können, währt die Freude nur kurz und so geht es nach nur 300 m im Tiefen Grund wieder steil bergauf in Richtung Waitzdorf.

Dort erreichen wir bald den Waitzdorfer Rundweg, folgen daraufhin dem Mühlweg zum Kohlichtgraben und gelangen zu Kohlmühle. Im Anschluss lassen wir den Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle hinter sich und folgen der Beschilderung in Sebnitztal.

An der Mündung zum Schwarzbach wandern wir weiter den Mühlweg entlang und erreich bald das Ziel der dritten Etappe – Altendorf.

Die Karte von Etappe 3 des Malerweges.
Die 3. Etappe führt Sie von der Stadt Hohnstein über den Brand, durch den Tiefen Grund bis nach Altendorf. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 3 des Malerweges.
Die 3. Etappe der Wanderroute beginnt ruhig mit einem leichten Aufstieg in Richtung Brand. Danach führen Sie steile Stufen hinab in den Tiefen Grund, den Sie anschließend wieder übe einen ebenso steilen Aufstieg verlassen.

Die vierte und schwerste Malerweg Etappe – Wanderung durch die Schrammsteine zur Neumannmühle

Die heutige Wanderung ist vermutlich die größte Herausforderung entlang des gesamten Wanderweges. Mit einer Länge von fast 20 km und einer geplanten Wanderzeit von mehr als 5,5 Stunden starten wir am besten gut ausgeruht in den Tag.

Von Altendorf beginnend führt uns die Dorfbachklamm zunächst hinab in das Kirnitzschtal. Im Kirnitzschtal wandern wir den Flößersteig entlang bis wir die Ostrauer Mühle erreichen – die ersten 2 km liegen bereits hinter Ihnen.

Wie wir unschwer am Höhenprofil erkennen können, startet hier der anstrengende Abschnitt. Über den Mühlweg und den Bauweg gelangen Sie auf den Elbleitenweg. Nach ca. 4 km haben Sie einen tollen Blick auf den Falkenstein.

Nach einem weiteren Kilometer entlang vom Elbleitenweg in den Schrammsteinen erreichen wir ein Highlight der heutigen Wanderung – das Schrammsteintor bzw. Schrammtor.

  • Die Eckdaten der 4. Etappe vom Malerweg
  • Dauer: ca. 5,5 Stunden
  • Strecke: 19,2 km
  • Höhenmeter ▲: 470 m
  • Höhenmeter ▼: 530 m
  • Schwierigkeit: schwer, sehr gute Kondition erforderlich
  • Anreise: Vom Bad Schandau oder Sebnitz mit dem Bus 260 bis Altendorf Haltestelle „Altendorf Erbgericht“ (VVO-Fahrplanauskunft).
  • Abreise: Ab Kirnitzschtal Haltestelle „Kirnitzschtal Neumannmühle“ mit dem Bus 241 in Richtung Bad Schandau. Alternativ können wir auch die historische Kirnitzschtalbahn in Richtung Bad Schandau nutzen (VVO-Fahrplanauskunft).
  • Download der Karte für die 4. Etappe des Malerweges als .gpx (35 Mal heruntergeladen)

An diesem Punkt haben wir bereits ca. 130 Höhenmeter und etwa den halben Aufstieg hinter sich. Im Anschluss führt wir der Jägersteig-Aufsteig über Eisenleitern zum Gratweg. Dieser schmale Pfad bietet einen atemberaubenden Ausblick in das gesamte Elbsandsteingebirge. Der Wanderweg ist meist gut gesichert, trotzdem sollten wir aufmerksam treten – es geht steil bergab.

Nachdem wir den Ausblick auf die vielen Tafelberge der Sächsischen Schweiz, die Schrammsteine und die Festung Königstein genossen haben, gehen wir weiter zur Breiten Kluft mit einem einem weiteren Aussichtspunkt. Hier fällt uns sofort der imposante, über 400 m hohe Rauschenstein ins Auge.

Daraufhin gehen wir auf wieder gut begehbaren Wanderwegen über den Zurücksteig vorbei am Kleinen Prebischtor. Danach führt uns die hölzerne kleine Domstiege bis zum Sandloch.

Bevor wir wieder das Kirnitzschtal erreichen können wir noch einen Blick auf die Affensteine genießen, und einen kleinen Stop für Fotos einlegen.

Der Zeughausweg und der Untere Affensteinweg bringt uns schließlich zum bekannten Lichtenhainer Wasserfall – ein guter Zeitpunkt für eine Stärkung. Nach etwa 15 km müssen wir nochmal die letzten Kräfte für einen weiteren Aufstieg mobilisieren.

Nach dem Lichtenhainer Wasserfall überqueren wir die Kirtnitzsch und wandern hinauf zum Neuen Wildenstein und einem weiteren Tageshöhepunkt – dem Kuhstall.  Wilhelm Leberecht Götzinger, ein Erschließer der Sächsischen Schweiz, schlug den Namen „Wildensteiner Felsenhalle“ für das Felsentor vor, aber im Volksmund setzte sich die Bezeichnung Kuhstall durch.

Am Kuhstall angekommen, sollten wir uns das letzte Highlight der heutigen Wanderung nicht entgehen lassen. Über die Himmelsleiter, eine lange und schmale Treppe, gelangen wir zum Gipfelplateau.

Im Anschluss begeben wir uns auf die Zielgerade und wandern durch die Nasse Schlucht zurück ins Kirnitzschtal und schließlich zur Neumannmühle.

Die Karte von Etappe 4 des Malerweges.
Die vierte Etappe vom Malerweg beginnt in Altendorf und führt durch das Kirnitzschtal in die Schrammsteine, vorbei am Falkenstein und wieder ins Kirnitzschtal zur Neumannmühle. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 4 des Malerweges.
Die vierte Etappe der acht Malerweg Etappen beginnt mit einem Abstieg ins Kirnitzschtal. Anschließend wandern Sie auf in den Schrammsteinen entlang und erreichen die Neumannmühle.

5. Etappe – Die Hälfte ist geschafft – Großer Winterberg und hinab nach Schmilka

Nach der anstrengenden Tour bis zur Neumannmühle, können wir heute ein wenig verschnaufen. Die Eckdaten der fünften Etappe, insbesondere die zurückgelegten Höhenmeter sehen zwar etwas unfreundlich aus, aber die Wanderung ist dennoch ein Genuss.

Von der Neumannmühle wandern wir weiter im Kirnitzschtal flussaufwärts bis zur Buschmühle. Bereits nach 2 km verlassen wir die Kirnitzschtalstraße auf den Neuen Weg in Richtung Kleinstein und der Kleinsteinhöhle. Ludwig Richter hat die Kleinsteinhöhle seinerzeit auch als Kupferstich festgehalten.

Wir gehen weiter, vorbei an Sturmbauers Eck, bis wir die Straße erreichen, die zur Räumichtmühle führt. Dieser Straße folgen wir bis zum Abzweig Mühlschlüchte.

Von dort beginnt der erste kleine Anstieg der heutigen Wanderung. Auf einem gut begehbaren Wanderweg geht es hinauf zum Großen Pohlshorn. Insbesondere im Herbst ist dies ein wunderbarer Aussichtspunkt über den bunt gefärbten Laubwald.

Im Anschluss an die erste Bergetappe, wandern wir zurück ins Kirnitzschtal und erreichen nach etwa 7,5 Kilometern das Zeughaus.

Von hier aus beginnen begeben wir uns auf den langgezogenen Anstieg durch die Wolfsschlüchte, über den Rosssteig, vorbei am Katzstein und dem Goldstein bis zum Großen Winterberg. Der Große Winterberg ist mit 556 m üNN der zweithöchste Berg der Sächsischen Schweiz und höchste Punkt vom Malerweg.

Auf dem Großen Winterberg haben wir uns eine Pause verdient und können uns in der Gastwirtschaft stärken. Des Weiteren können wir uns im ehemaligen „Eishaus“ in einer Informationsstelle mit einer kleinen Ausstellung etwas ausruhen.

Daraufhin folgen wir dem Malerweg ohne Umwege direkt bis nach Schmilka an die Elbe – das Ziel dieser Etappe. Eine besondere Empfehlung für Gutes Essen ist die Schmilkaer Mühle. Die vielen regionalen Produkte sind alle in Bio-Qualität und ein absoluter Leckerbissen!

Eine hervorragende Unterkunft in Schmilka ist das 4* Nationalparkhotel Helvetia. Das Hotel Helvetia ist das erste zertifizierte Bio-Hotel in Sachsen und bietet liebevoll eingerichtete Doppelzimmer mit Elb- und Bergblick und Öko-Komfortzimmer.

Die Karte von Etappe 5 des Malerweges.
Die fünfte Etappe vom Malerweg wandern Sie zunächst im Kirnitzschtal entlang, danach führt Sie der Weg an der Goldstein-Aussicht vorbei auf den Großen Winterberg und nach Schmilka an die Elbe. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 5 des Malerweges.
Die 5. Etappe der Wanderung beginnt an der Neumannmühle, führt durch das Kirnitzschtal, hinauf auf den Großen Winterberg und hinab nach Schmilka.

Die sechste und schönste der Malerweg Etappen – Auf der anderen Seite der Elbe auf den Gohrischstein

Der Start unserer Wanderung ist Schmilka. Zunächst setzen wir mit Fähre zum S-Bahn Haltepunkt Schmilka-Hirschmühle über. Das heißt, falls wir von Dresden mit dem Zug anreisen, können wir unsere Wanderung direkt hier starten.

Die Wanderung beginnt mit einem leichten Anstieg über den Aschersteig nach Schöna. In Schöna treffen wir auf den, nach dem Maler Caspar David Friedrich benannten, Rundweg und folgen diesem bis zum Wolfsberg. Auf dem Wolfsberg können wir eine kurze Rast einlegen und den atemberaubenden Blick auf den Falkenstein, die Schrammsteine bis zum Großen Winterberg, die Kaiserkrone, den Zirkelstein und den Zschirnstein genießen.

Hier fand Caspar David Friedrich auch die Inspiration für eines seiner bekanntesten Werke – der „Wanderer über dem Nebelmeer“ entstand etwa 1818 und ist ein Symbol für die Kunstepoche der Romantik.

Daraufhin führt uns der Weg nach Reinhardtsdorf. Ein besonderes Highlight in Reinhardtsdorf ist die spätgotische, im Barockstil gehaltene Kirche aus dem Jahr 1368.

Von Reinhardtsdorf gehen wir auf den Krippenberg und zum Püschelweg. Im Anschluss wandern wir auf dem Elysiumweg zum Koppelbergsweg und erreichen schließlich kurz vor Kleinhennersdorf die Liethenmühle. Hier haben wir bereits 2/3 der sechsten Etappe hinter uns gelassen.

Danach wandern wir weiter durch Kleinhennersdorf und kommen alsbald nach Papstdorf, von wo wir schon den Papststein sehen. Der Aufstieg auf den Papststein über die hölzernen Stufen ist gemütlich und auf halber Höhe können wir mit einem Blick auf den bekannten Kletterfelsen „Hunskirche“ verschnaufen.

Nachdem wir den Ausblick vom Papststein genossen haben, steigen wir die Stufen wieder hinab, überqueren die Straße und beginnen wieder mit einem kurzen Aufstieg auf den Gohrisch(-stein). Hier entdecken wir eine der wahrscheinlich spektakulärsten Aussichten auf dem gesamten Malerweg! Vom Gohrisch haben wir einen unschlagbaren Rundumblick auf alle markanten Felsformationen in der Sächsischen Schweiz.

Im Anschluss steigen wir den Muselweg hinab und erreichen den Kurort Gohrisch.

Die Karte von Etappe 6 von 8 Malerweg Etappen.
Nach der Überfahrt über die Elbe in Schmilka mit der Fähre folgen sie dem Wanderweg über Schöna, Reinhardtsdorf und den Papststein bis nach Gohrisch. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 6 des Malerweges.
Die 6. Etappe beginnt mit einem steilen Anstieg von der Elbe nach Schöna und erreicht auf dem Gohrischstein den höchsten Punkt der Wanderung.

7. Etappe – Gohrisch und die Aussicht von der Festung Königstein

Der vorletzte Abschnitt des Wanderweges beginnt in Gohrisch und führt uns über den Muselweg, den Jagdsteig, den Königsweg und schließlich den Alten Schulweg nach Pfaffendorf. Entlang des Weges erhaschen wir bereits einen ersten Blick auf die Festung Königstein.

Wir wandern durch das sogenannte „Nadelöhr“ auf den Gipfel vom Pfaffenstein. Auf dem Gipfelplateau gibt es ein Restaurant für eine erste Rast und ein Aussichtsturm ermöglicht einen Fernblick in alle Richtungen.

Der Pfaffenstein ist ein stark zerklüfteter Tafelberg und mit etwa 32 Klettergipfeln ein Paradies für Freunde des Bergsports. Einer der bekanntesten Gipfel am Pfaffenstein ist die Barbarine – eine fast 43 m hohe Felsnadel, die im Jahre 1905 erstmalig durch Rudolf Fehrmann und Oliver Perry-Smith begangen wurde. Heutzutage ist die Barbarine für den Klettersport gesperrt.

Im Anschluss an die Barbarine wandern wir vorbei am Jäckelfelsen in Richtung Quirl. Das Gipfelplateau ist beeindruckende 1000 m lang, mehr als 350 m breit und damit das größte Plateau in der Sächsischen Schweiz.

Nachdem wir ca. 6 km vom heutigen Wanderweg hinter uns haben, wandern wir recht steil in Richtung der Stadt Königstein hinab. Wir lassen den Sportplatz in Pfaffendorf hinter uns und wie wir am Höhenprofil erkennen, geht es bis Königstein insgesamt ganze 200 Höhenmeter abwärts.

Die zahlreichen Restaurants und Cafes im Bereich vom Reißiger Platz in der Festungsstadt laden zu einer kurzen Verschnaufpause ein – denn wo es bergab geht, ist der nächste Aufstieg nicht weit.

Und so wandern wir über den Latzweg bis zum Fuß der Festung Königstein. Da die Festung Königstein allein bereits einen Tagesausflug wert ist und wir für eine Belichtung mindestens 3 Stunden einplanen sollten, ist die Besichtigung von einer der größten Bergfestungen Europas an einem anderen Tag sinnvoller.

Etwa im Jahr 1756 zeichnete der italienische Maler Bernardo Bellotto, besser bekannt als Canaletto, die Festung Königstein als Ölgemälde auf Leinwand.

Aus diesem Grund nehmen wir den Alten Festungsweg und den Kanonenweg in Richtung Thürmsdorf. In Thürmsdorf können wir uns das alte Schloss und das 1921 erbaute Biedermann-Mausoleum ansehen. Das Mausoleum ist als Malerweg-Kapelle bekannt und wurde im Jahr 2016 als Wander-Kapelle gesegnet und geweiht.

Am Waldrand entlang erreichen wir Weißig, das Ziel der heutigen Tour.

Die Karte von Etappe 7 des Malerweges.
Im Kurort Gohrisch beginnt die 7. Etappe vom Malerweg. Von dort geht es über die Festung Königstein nach Weißig. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 7 des Malerweges.
Der Papststein ist die erste Herausforderung auf der 7. Etappe, danach geht es steil bergab bis zur Elbe und wieder hinauf auf die Festung Königstein.

8. Etappe – Das Ziel der Wanderung – zurück nach Pirna

Nach dem Start der letzten Etappe vom Malerweg in Weißig folgen wir einfach der Markierung, dem M, in Richtung Rauenstein. Dabei passieren wir bereits nach 1 km den 1888 erstbegangenen Kletterfelsen „Nonne“ und erreichen bald den südöstlichen Aufstieg.

Auf dem Rauenstein angekommen, nehmen wir den Gratweg in Richtung Stadt Wehlen. Entlang des Gratweges können wir immer wieder den Ausblick auf die Bärensteine, die andere Elbseite zum Lilienstein, die Bastei und bei gutem Wetter bis ins Erzgebirge genießen.

In Stadt Wehlen angekommen, genauer gesagt in Wehlen-Pötzscha, wandern wir weiter Richtung Naundorf. In Naundorf können wir das bedeutendste Kunstmuseum in der Sächsischen Schweiz besuchen – das Robert-Sterl-Haus. Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober ist das Museum täglich geöffnet.

Von Naundorf führt uns der Wanderweg über einen Hochweg an der Königsnase vorbei nach Obervogelgesang.

Nun befinden wir uns auf der Zielgeraden vom Malerweg. Wir wandern den Elbradweg entlang und erreichen nach 3 Kilometern einen Abzweigung auf eine Elbleite oberhalb der Elbe – der letzte Anstieg auf der Wanderroute.

Auf dem sogenannten Canalettoweg gehen wir nun an der Festung Sonnenstein vorbei und erreichen den historischen Stadtkern von Pirna. Im Jahre 1750 verewigte Canaletto den Blick vom Sonnenstein auf Pirna auf einem Ölgemälde auf Leinwand.

Der Marktplatz mit dem Canalettohaus in Pirna ist das Ziel vom Malerweg und das Ende unserer Reise.

Die Karte von Etappe 8 des Malerweges.
Der achte und letzte Abschnitt der Wanderroute beginnt in Weißig und endet auf dem historischen Marktplatz in Pirna. Map by GPXViewer.
Das Höhenprofil von Etappe 8 des Malerweges.
Die 8. Etappe beginnt mit einem Anstieg auf den Rauenstein, danach wandern Sie oberhalb der Elbe und steigen schlussendlich nach Pirna hinab.

Die 8 Malerweg Etappen – nicht umsonst die schönsten Wanderrouten in der Sächsischen Schweiz

Der Malerweg ist zu Recht „der“ Wanderweg in der Sächsischen Schweiz sowie im Elbsandsteingebirge und einer der bekanntesten Wandertouren in Sachsen.

Auf insgesamt 112 Kilometern hat uns der Malerweg von Liebethal über Wehlen, die Bastei, Hohnstein, den Brand, Altendorf, die Schrammsteine, den Großen Winterberg, Gohrisch und die Festung Königstein bis nach Pirna geführt.

Die 8 Etappen vom Malerweg sind alle anspruchsvoll und erfordern ein gewisses Maß an Kondition, meist festes Schuhwerk und ein hohes Maß an Trittsicherheit.

Während die erste Etappe mit nur 3 Stunden und den wenigsten Höhenmetern eine schöne Wanderung zum Aufwärmen ist, wird die Schwierigkeit der Etappen schnell höher.

Etappe Start Ziel Dauer [h] Strecke [km] Höhenmeter ▲/▼
1 Pirna Liebethal Stadt Wehlen 3 11,5 120/160
2 Stadt Wehlen Hohnstein 3,5 11,3 440/280
3 Hohnstein Altendorf 4,5 15,1 430/430
4 Altendorf Neumannmühle 5,5 19,2 470/530
5 Neumannmühle Schmilka 4,5 13,7 500/600
6 Schmilka Gohrisch 5 16,3 490/270
7 Gohrisch Weißig 5,5 17,2 500/620
8 Weißig Pirna 4 14,4 240/330

Nachdem 3 Etappen geschafft sind, erreicht der Malerweg auf der 4. Etappe den Höhenpunkt. Knackige 19 Kilometer, eine Gehzeit von mehr als 5 Stunden und 470 Höhenmeter bergauf verlangen uns einiges ab.

Doch vor allem diese Tour entschädigt immer wieder mit tollen Ausblicken vom Gratweg in den Schrammsteinen oder vom Kuhstall. Auch der Abschnitt durch das Kirnitzschtal mit dem Lichtenhainer Wasserfall ist, vor allem im Sommer, eine tolle Abwechslung.

Im Anschluss auf der anderen Seite der Elbe erwarten uns noch eine Vielzahl weiterer Höhepunkte. Beginnend mit Schöna und Reinhardtsdorf, der Kulisse von Caspar David Friedrichs „Wanderer im Nebelmeer“, erleben wir auf der sechsten Etappe den landschaftlichen Höhepunkt. Vom Gohrisch (-stein) haben wir bei gutem Wetter die Chance viele Kilometer nach Sachsen und das tschechische Nachbarland zu blicken.

Bei den zwei letzten Etappen, vor allem auf der 7. Etappe, müssen wir nochmals die verbleibenden Kräfte mobilisieren und werden dafür mit der imposanten Festung Königstein und letzten Endes mit der wunderschönen, historischen Stadtkern der Canaletto-Stadt Pirna belohnt.

Wanderungen in der Sächsischen Schweiz

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